WIRKSAME SPRACHE + WIRKSAME DIGITALISIERUNG = WIRKSAME POSITIONIERUNG

Wirksame Positionierung? 

Unternehmerische Haltung. Statt konstanter Unterhaltung. 

Positionen sind inhaltliche Standpunkte. Sie ergeben sich aus der gemeinsam gelebten Kultur, dem internen Markenverständnis, dem Geschäftsmodell. 

Und Positionen werden zugeschrieben: von Kundengruppen, Märkten und Wettbewerbern, sozialen, technologischen und situativen Kontexten. 

Die größte Tragödie der Selbstrepräsentation ist die Verschwendung der Kommunikation: Viel reden, wenig sagen. Fatal: Bild- und Textschablonen, Branding nach Schema F, Visionen aus der Retorte. 

Erfolgstreiber: unternehmerische Haltung (trotz allem) zum Ausdruck bringen. Der Sinn treibt das Geschäft an, nicht umgekehrt. Wahrnehmung bekommt nur der, der Resonanzkräftiges zu sagen hat. Andere also darauf antworten wollen. 


Wirksame Sprache?

Kommunikationsergebnisse offenlassen. Statt Wirkung vorschreiben.

Es ist der uralte Glaube, der tief in der DNA der alten (Kommunikations-) Industrie steckt: Sprache ist ein Instrument. Die in Sprache liegenden Bedeutungen lassen sich wie im Container von A nach B kutschieren. Soziale Physik sozusagen. 

Folge I: Unsere Sprache wurde werbeindustriell überstrapaziert. Folge II: Unternehmen verloren den Zugriff auf die Semantik unserer Alltagssprache und damit ihren Spracheinfluss. 

Es ist einfach: Sprache ist, mit einer endlichen Anzahl von Elementen eine Unendlichkeit von Sinn hervorbringen. Resonanzkräftige Kommunikation – und damit die Antwort des Anderen – erzeugt unterscheidbare Kommunikationsresultate.

Sprache dort entwickeln, wo die Märkte sind. Nicht am Schreibtisch einer Agentur. 


Wirksame Technik?

Interdisziplinäre Digitalisierung. Statt reiner Automatisierung.  

Raison d’etre der Digitalisierung: sie soll vereinfachen. 

Digitalisierung betrifft daher zunehmend die Schnittstellen zum Kunden. Hier wird vereinfacht – aber v.a. aus Sicht des Unternehmens. Die eingesetzten Kommunikationslogiken gehorchen Kosten und Effizienz.

Aus Sicht des Kunden gefragt: Wenn ich was wegnehme – was lasse ich denn da? 

Im Rahmen einer Forschung sagte ein Kunde zu unserem Interviewer: „Das Unternehmen sammelt derart viele Daten von mir – warum nutzt es diese nicht ein einziges Mal, um mir was Gutes damit zu tun?“

Antworten geben ist halt etwas, wozu ich mich entscheiden muss. Auch als Unternehmen. 

Paradox: CRMs werden heute noch nicht aus Sicht des Kunden, sondern des Unternehmens gebaut. Interdisziplinäre Digitalisierung heißt: Implementierung technischer Prozesse von der Wirkung auf den Menschen hin betrachten und vorantreiben.