ContentDifferenzierungGespräche führen

Gesprächsstoff. Wie wirkungsvoll ist unser Content?

Gute Inhalte wagen sich in Bereiche vor, die vor allem eines können: Bedürfnisse erfüllen, die es wert sind, weitererzählt zu werden.

Erfolgreiche Wirkung

Die Grundlage für eine erfolgreiche kommunikative Wirkung steckt in den Inhalten. Hochqualitativer Content ist so einfach gesagt und eingefordert. Doch wie prüft man vorab, ob die eigenen Inhalte potenziell wirkungsvoll sind?

Sprich man von wirkungsvoller Kommunikation, so können einige Prinzipien dazu formuliert werden:

  • Es muss anderes sein als das, was der Adressat schon auf allen Kanälen wahrnimmt. 
  • Es muss was in ihm ansprechen, was für ihn Bedeutung hat. 
  • Es muss was in ihm was ansprechen, worüber er mit Anderen sprechen will. 

Demgemäß erfolgt kommunikative Wirkung vorrangig über vier Faktoren: 

  1. Wahrgenommene Glaubwürdigkeit
  2. Wahrgenommene Relevanz
  3. Wahrgenommene Differenzierung
  4. Wahrgenommene Gesprächskompetenz

Die folgenden Checklisten beinhalten Fragen, die sich vor Content-Produktion bzw. während der Content-Planung als stabile Einschätzungsbasis bewährt haben.

 1. Wahrgenommene Glaubwürdigkeit

Wer spricht? Die Glaubwürdigkeit des Absenders ist zentral geworden in jeder Form der Unternehmenskommunikation, erst recht der Digitalen. Für welche Themen wir uns auch entscheiden, es ist grundlegend, für diese in einer glaubwürdigen Sprecherrolle wahrgenommen zu werden.

Beantworten Sie für sich selbst:

  • Wir wissen nicht, ob wir glaubwürdig wahrgenommen werden
  • Wir glauben, als glaubwürdig wahrgenommen zu werden. Die ergeht aus unserer HistorieWir haben die Sicherheit durch Dritte, dass wir glaubwürdig sind. Diese bestätigen uns unsere Glaubwürdigkeit durch direkte Meinungen, in Studien usw. 
  • Wir wissen durch Dritte, dass wir glaubwürdig sind. Diese bestätigen uns unsere Glaubwürdigkeit durch direkte Meinungen, in Studien usw. 

2. Wahrgenommene Relevanz 

Was sind unsere Themen und Inhalte?  Diese müssen natürlich zum Unternehmen passen. Doch ohne Relevanz würden diese nicht wahrgenommen werden. Relevanz ist das Kernziel. Resonanz kommt von Resonare = Widerhallen. Der Reiz muss auf etwas treffen im Gegenüber, dieser muss sich angesprochen fühlen. 

Wodurch werden Ihre Inhalte relevant?

  1. Unsere Inhalte werden relevant durch Produkte & Leistungen:
    Unsere Inhalte sind vorrangig aus unseren Produkten und Leistungen abgeleitet bzw. haben diese zum Thema. Relevanz ergeht aus den Funktionen, die die die Produkte leisten. 
  • Unsere Inhalte werden relevant durch Nutzen:
    Unserer Produkte und Leistungen für Kunden und andere Beziehungsgruppen. Wir kennen ihre Bedürfnisse und können so Inhalte relevant ausgestalten. 
  • Unsere Inhalte werden relevant durch Nutzen unserer Produkte und Leistungen für Kunden und andere Beziehungsgruppen und/oder durch Möglichkeit, dass diese sich mit unseren Inhalten selbst positionieren können. Diese Relevanz wird durch Dritte zurückgespielt: in Rezensionen, Studien, Presse, direkten Rückmeldungen, Communities & Co. 

3. Wahrgenommene Differenzierung

In punkto Wirkung ist Differenzierung häufig die wichtigste Grundlage. Denn egal, welches Thema, welcher Aufmerksamkeits-Trigger oder welches innovative Medium gewählt wird: prinzipiell ist alles vom Wettbewerb kopierbar. Erst durch ein wachsames und geschultes Auge wird sichergestellt, dass die digitale Kommunikation in deutlicher Eigenständigkeit ausgeübt wird. 

Beantworten Sie für sich:

  1. Wir können sprachliche Unterschiede (Text, Bild) aus Sicht Außenstehender kaum oder nicht klar festmachen
  2. Wir unterscheiden uns in unserer Sprache (Text, Bild) in einigen Facetten vom Wettbewerb.   
  3. Wir folgen unserer eigenen Differenzierungs-DNA: Nicht einfach anders sprechen, sondern so in Text und (multimedialem) Bild sprechen, dass es nur zu uns passt. Durch die Reaktionen Dritter wissen wir, dass wir das, was nur uns ausmacht, gut umsetzen. 

4. Wahrgenommene Gesprächskompetenz

Strategisch betrachtet war Unternehmenskommunikation immer eine Verbindung zur Außenwelt, um dieser etwas zu verkaufen. Das hat sich grundlegend geändert. 

Digitale Unternehmenskommunikation ist keine Einbahnstraße mehr, sondern echter Dialog. Reflektieren Sie für sich:

  1. Wir haben keine Regeln festgelegt, die unsere Gesprächskompetenz ausweisen und halten uns eher an standardisierte Kommunikationsformen (klassische Werbung, Call Center usw.)
  2. Wir bemühen uns, schädliche und kaum oder nicht mehr wirksame „Werbesprachmuster“ frühzeitig zu erkennen und durch authentische Text- und Bildsprache zu ersetzen
  3. Wir arbeiten an unserem Vermögen, „echt“ zu sprechen. Durch gut laufende Gespräche zwischen unseren Beziehungsgruppen wissen wir, dass wir deren Gesprächsnerv treffen. 

Rahmen für guten Content

Diese Fragen führen nicht automatisch zu hochqualitativen Content. Aber anders herum gilt: Guter Content erfüllt diese Ansprüche an Glaubwürdigkeit, Resonanz, Differenzierung und Gesprächskompetenz in einem hohen Maße.

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